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Schloß Seibersdorf

Das ursprünglich als Wasserschloß in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtete herrschaftliche Palais bildet ein vornehmes dreigeschossiges Ensemble mit Hauptbau, umschließenden Eckbasteien und einem prächtigen Park mit eigenem See.

Zunächst als wehrhafte Anlage und Bestandteil der österreichischen Verteidigungslinie entlang der Leitha erbaut, geht das heutige barocke Erscheinungsbild auf umfangreiche Umbaumaßnahmen des frühen 18. Jahrhunderts zurück. Im Rahmen dieser Eingriffe wurde der große Festsaal im Hauptgebäude errichtet, die großzügig angelegte Treppenanlage im Inneren neu gestaltet und der Eingang zum Hauptgebäude durch einen vorgestellten Mittelturm mit eingebauter Kapelle und spätbarockem Helm hervorgehoben. 

Die Fassaden und das äußere Erscheinungsbild erhielten dem historischen Baustil entsprechende Ausge- staltungen, wobei man auch sämtliche am ehemaligen Wassergraben befindlichen Eckbasteien barockisierte und die dem Park zugewandten Gebäude zu Gartenpavillons umwandelte. Die vom Dorf und Park zum Schloß führenden Brücken wurden bildhauerisch überarbeitet und durch Steinskulpturen aufgewertet. Das Hauptgebäude umschließt einen großzügigen Innenhof.

Die Innenräume des Schlosses wurden in den zurückliegenden Jahren umfangreich ausgebaut, modernisiert und mit zeitgemäßer Gebäudetechnik ( Heizung, Gas, Wasser, elektrische Versorgung ) ausgestattet. Im großen Festsaal befinden sich Wandfresken die erst vor kurzem unter zahlreichen Schichten von Wandfarbe entdeckt werden konnten. Diese wurden inzwischen freilegt und detailreich in ihren barocken Urzustand zurückversetzt. Dort bilden sie heute einen feierlichen Rahmen für die jährlichen Seibersdorfer Musikfestspiele mit Konzerten klassischer Musik. Das Schloß liegt ca. 25 KM südöstlich von Wien und sowohl die österreichische Hauptstadt als auch der Flughafen Wien – Schwechat können in einer halben Stunde erreicht werden.

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